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Treppen
Scale GmbH

 

 

   
 

Travertura 1.01 von Scale Treppen (Wendel- oder Spindeltreppe)1. Platz
Stahlinnovationspreis

Sonderpreis: Stahl im Wohnungsbau 1997
Spindeltreppe mit Fachwerk-Unterkonstruktion

Zunehmend technisch und funktionell gestaltete Wohnräume unserer Zeit verlangen innovative und ästhetische Ausstattungen. Die Spindeltreppe TRAVERTURA ist ein gelungenes Beispiel für eine außergewöhnliche Treppenidee im Wohnbereich.

Die Bauweise der Spindeltreppe basiert auf einer Fachwerkkonstruktion. Im Prinzip ist das Fachwerk ein Vollwandträger, der bis auf die statisch nötigen Aussteifungen ausgenommen wird, so daß nur noch ein Stabwerk übrig bleibt. Allgemein finden ebene Systeme Verwendung; erst der Einsatz elektronischer Berechnungsmethoden machte räumliche Stabwerksysteme möglich.

Bei der Spindeltreppe TRAVERTURA wird ein gerader Fachwerkträger um eine zentrale, später zu entfernende Spindel gebogen. Das innere Spindelrohr muß nicht mehr wie bei herkömmlichen Konstruktionen als Krag- bzw. Standrohr dimensioniert werden, sondern ist ein längskraftbeanspruchter Träger auf zwei Stützen. Das dünne Standrohr kann die Längskraft ohne Knickgefahr aufnehmen, da es durch den Außengurt mit den angeschweißten Fachwerkkörpern zentriert wird.

Travertura 1.01 Detail der filigranen Fachwerk-KonstruktionDie Träger der Trittstufen bestehen aus einem filigranen Gitter aus runden Walzdrahtstäben; die Befestigung der Stufen erfolgt an den Fachwerksknotenpunkten. Dabei ist es freigestellt, welches Material als Trittstufe aufgelagert wird. Der Materialaufwand und damit das Gewicht der Treppe sind um ca. 20% niedriger als bei herkömmlichen Konstruktionen. Spindeltreppen werden bevorzugt bei räumlich beengten Einbauverhältnissen eingesetzt. Die Besonderheit dieser innovativen Treppenkonstruktion ist das gewendelte Standrohr, das zu einem Breitengewinn führt. Durch den Wegfall des zentralen Spindelrohrs ist die nutzbare Treppenlaufbreite um etwa 11 cm größer - ein bedeutender Raumgewinn, da Spindeltreppen meist mit nur 1,40 bis 1,70 m Durchmesser gefertigt werden.

Gegenüber herkömmlichen Spindelrohr-Konstruktionen, bei denen die Stufen als Kragarme angeschlossen werden, ist die Treppe bei gleicher Belastbarkeit wesentlich leichter und filigraner. So bietet sich neben ihrem ästhetischen Erscheinungsbild auch praktische Vorzüge. Das Spindelrohr wirkt harmonisch geschwungen, passend zum mitsteigenden Außengurt der Treppe. Dadurch wird ein Gesamteindruck von der Treppe im Wohnraum geschaffen, der architektonisch ansprechend, neu und auffallend ist.

Jury-Begründung

Diese Spindeltreppe vereint gleich mehrere Vorteile einer Treppenkonstruktion aus Stahl:

  • Durch Leichtigkeit, Filigranität und Reduktion auf das Wesentliche wird diese Treppe zu einem konstruktiven und archtitektonischen Schmuckstück.
  • Eine Fachwerk-Konstruktion aus Walzdraht ist als Gitterwerk zwischen den dünnen Stahlrohren der inneren Spindel und der äußeren Wege verschweißt und dient zur Aufnahme der Stufen.
  • An der Stelle des üblicherweise bei Spindeltreppen verwendeten zentralen Standrohres mit großem Durchmesser wird bei dieser Treppe ein dünnes gewendetes Stahlrohr eingesetzt.
  • Durch diese Konstruktion wird die nutzbare Treppenlaufbreite um 11 cm größer. Dies stellt für Spindeltreppen, in der Mehrzahl in einem Durchmesserbereich von 140 – 170 cm gefertigt werden, einen erheblichen Breitengewinn dar.
  • Die Spindeltreppe erfüllt in beispielhafter Weise die Forderungen nach Ästhetik und innovativer Konstruktion.

Jury des Stahlinformationszentrums Düsseldorf (www.stahl-info.de)

   
 
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